Soft Skills - Trend oder ein Muss?

Arbeitgeber - Ihre Meinung zählt: Teilen Sie uns Ihre Ideen zum Thema Soft Skills mit!

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Soft Skills - Trend oder ein Muss?

*Bitte beachten Sie, dass diese Kampagne sich ausschließlich an unsere Kundengruppe Arbeitgeber richtet.*

Im Rahmen des Projekts „Neuausrichtung Matching“ erfasst und evaluiert die Bundesagentur für Arbeit unter anderem die Erwartungshaltung, Bedürfnisse und Anforderungen der Arbeitgeber hinsichtlich des Einbezugs von Soft Skills in den Vermittlungsprozess.

Soft Skills bezeichnen eine nicht abschließend definierte Vielzahl sozial-kommunikativer Kompetenzen (z.B. Einfühlungsvermögen, Führungsfähigkeit, Kundenorientierung), personaler Eigenschaften (z.B. Sorgfalt, Lernbereitschaft, Flexibilität), Aktivitäts- und Umsetzungskompetenzen (z.B. Belastbarkeit, Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft) und Methodenkompetenzen (Entscheidungsfähigkeit, Organisationsfähigkeit, ganzheitliches Denken) von Führungskräften und Mitarbeitern, die die Kooperation und Motivation im Unternehmen begünstigen.*

Über diese Open Innovation Kampagne möchten wir Ihre Ideen erfahren und insbesondere verstehen, wie wir Soft Skills besser abbilden und in den Bewerbungsprozess integrieren können.

Nun sind Sie gefragt:

  • Wie gehen Sie mit #Informationen um, wenn Bewerber ihre Soft Skills wie z.B. Teamfähigkeit in ihren Bewerbungsunterlagen als ihre Stärke benennen?

  • Welche #Methoden halten Sie für besonders geeignet, um ein umfassendes Bild der Soft Skills einer Bewerberin oder eines Bewerbers im Bewerbungsprozess zu erhalten?

  • Welchen #Stellenwert haben Ihrer Meinung nach Soft Skills im Vergleich zu Hard Skills (berufsbezogene Fachkompetenzen) im Bewerbungsprozess – und warum?

Beschreiben Sie uns Ihre Ideen und markieren Sie Ihre Ideen zur besseren Nachvollziehbarkeit mit den angegebenen #Tags / Schlagwörtern.

*in Anlehnung an Gabler Wirtschaftslexikon, Definition Soft Skills

    Teamfähigkeit prüfen

    Facebook, was macht er da so in dieser Richtung ... Mannschaftssport ... oder Angeln ...

    Soziale Vorbehalte abfragen ... Religion .... Migranten ... in welchen Ländern macht der Bewerber Urlaub und wie erlebt er dort die Menschen.

    Peppler 1 erstellt vor 5 Tagen erstellt am 12.02.2019
    Vielen Dank für Ihren Beitrag! Welche Soft Skills der Bewerbenden genau hält Ihr Unternehmen für wichtig? Und unsere weitere Frage wäre, welche Methoden verwenden Sie, um diese im Bewerbungsgespräch herauszufinden?
    vor 4 Tagen

    Private Belastung

    Pflege von Verwandten

    Kinder

    mit welchen nicht planbaren Ereignissen muss gerechnet werden und wenn diese eintreten: Wie wird damit umgegangen ... Großeltern, die einspringen können etc.

    Peppler 1 erstellt vor 5 Tagen erstellt am 12.02.2019
    Private Verpflichtungen gehören natürlich nicht zu den klassischen Soft Skills. Im weiteren Sinne lassen sich hieraus aber eventuell Soft Skills wie zum Beispiel Organisationsfähigkeit oder Problemlösefähigkeit ansatzweise erkennen.
    vor 4 Tagen

    Mobilität

    Wie kommt der Bewerber zur Arbeit: Führerschein, eigenes Auto, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad.

    Peppler 1 erstellt vor 5 Tagen erstellt am 12.02.2019
    Die individuelle Mobilität ist kein Soft Skill, aber auch ein wichtiger Bestandteil im Vermittlungsprozess. Sie wird in den Vorgesprächen mit der Bewerberin bzw. dem Bewerber geklärt, denn mit zunehmender Mobilität steigen in der Regel auch ihre/seine Handlungsmöglichkeiten.
    vor 4 Tagen

    Darstellung in sinnvolle Überbegriffe untergliedern (Soziale Kompetenz, Personale Kompetenz)

    Wir finden eine Selbsteinschätzung des Kandidaten auf einer Skala (1-7 oder 1-10) sinnvoll, optimal wäre ein Bezug zu Aufgaben und Tätigkeiten im bisherigen Arbeitsleben, bei denen entsprechende soft skills notwendig waren oder aktiv gefördert wurden. 

    Allerdings ist die ewige Standardfrage nach Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch tatsächlich recht abgenutzt und  berechenbar und  für den Kandidaten noch dazu wenig wertschätzend. Dazu wenig griffig für die meisten Personalentscheider,  da erfahrungsgemäß der Großteil der Antworten meist auswendig erlernt wurde und so auch die meisten Fragen vereinheitlicht beantwortet werden. Spannender finden wir es Bewerber erklären zu lassen, welche soft skills ihnen wichtig sind (auch bei Kollegen, Vorgesetzten, etc.) und warum bzw. wie es mit diesen soft skills bei ihnen selbst bestellt ist

    #Information durch den Kandidaten zum bisherigen Lebenslauf

    #Methode graphische Darstellung (Würfel, oder auch Kompetenzlevel auf Skala, Koordinatensystem - wo sieht sich der Kandidat selbst, SWOT Analyse der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten)

    #Stellenwert: hoch, muss allerdings immer im pers. Gespräch validiert werden, da nur theoretische Aussagen nie reichen, wird zusätzlich über Kompetenzchecks überprüft

    Randstad2509 2 erstellt vor 6 Tagen erstellt am 11.02.2019
    Alle 2 Kommentare anzeigen
    Vielen Dank für Ihre Einschätzung und Ihre Ideenvielfalt!
    vor 5 Tagen
    schwierig mit Bewerbern, die die deutsche Sprache nur in Grundzügen beherrschen. Die verstehen "diese Fragerei" überhaupt nicht.
    Peppler vor 5 Tagen

    Erfahrungen und IST- Zustand

    50 % unserer Erstbewertung, sowohl bei der Sichtung der Unterlagen als auch beim ersten persönlichen Termin sind die Soft Skills. Dazu nutzen wir neben Zeugnissen insbsondere bei Schülern die Sozialeinschätzungen. Wichtig sind uns, soweit vorhanden, zudem Einschätzungen der BA und von Bildungsträgern sowie Selbsteinschätzungen. Diese stellen auch vorab bereits ein KO-Kriterium dar. Methodisch erfolgt dies durch Auswertung der Unterlagen und/oder im Gespräch mittels offenem Einschätzungsbogen.

    Wir verzichten bewusst auf die softwaremäßig vorhandenen Systeme einer automatisierten Erfassung/ Auswertung der Skills aus den Unterlagen. Somit erhalten auch Bewerber ohne perfektionierte Unterlagen eine gleiche Chance. Teilweise verzichten wir im Erstkontakt auch auf Bewerbungsunterlagen.

    Am wichtigsten sind uns folgende Punkte:

    Teamfähigkeit, selbstständiges arbeiten, Lernfähigkeit, Auffassungsgabe,Umgangsformen,  erst danach erfolgt eine Betrachtung der fachlichen Voraussetzungen.

    Auch nach dem Erstgespräch erfolgt in diesem Punkt eine Bewertung der Soft-Skills und führen trotz eventuell perfekter Fachkompetenz zur Absage, wenn einer der Soft-Skills zu sehr ins negative schlägt.

    Die Bewertung erfolgt in offener Textform, das Gesamtergebnis des Gespräches erfolgt in einem 5-Punkte System, von sehr gut geeignet bis ungeeignet.

    Die Soft-Skills haben für uns auf Grund der internen Struktur einen extrem hohen Stellenwert. Wir arbeiten im Konzern bewusst mit flachen Strukturen, es ist vom Helfer bis zum Bereichsleiter zwingend erforderlich, Probleme mit direkter Kommunikation auf Augenhöhe zu klären. Bewusst wird, wo es geht, auf Weisungen verzichtet. Diese Kultur funktioniert nicht mit Menschen ohne die passenden Soft-Skills.

    roger.oetzel@wisag.de 1 erstellt vor 9 Tagen erstellt am 08.02.2019
    Vielen Dank für Ihre Darstellung des Ist-Zustandes und den Erfahrungen mit dem Umgang mit Soft Skills beim Stellenbesetzungsprozess in Ihrem Unternehmen. Es freut uns zu hören, dass die Einschätzungen durch die BA im Auswahlverfahren der Bewerber/Innen Ihrem Unternehmen ebenfalls eine wichtige Bedeutung darstellen.
    vor 7 Tagen

    Bewerbungsverfahren

    #informationen - Grundsätzlich sehen wir es sehr positiv wenn Bewerber ihre Stärken und ggfs. auch Schwächen offensiv benennen und begründen, da vielen Bewerbern diese Eigenreflexion bereits fehlt, klar ihre Stärken auch zu benennen. Wir sind daher sehr interessiert an den Soft Skills.

    #Methoden - Wir interessieren und beispielsweise sehr für die Hobbys des Bewerbers, eventuelles ehrenamtliches Engagement, den Familienverhältnissen usw. - sprechen so viel es geht auch über Privates um daraus Hintergründe auf Soft Skills zu erfahren. Wir haben die Erfahrung, dass bspw. Manschaftssportler, Musiker im Orchester oder Chormitglieder überdurchschnittlich häufig teamfähig, kooperativ, zielorientiert und kritikfähig sind.  Einzelsportler und Solisten darüberhinaus erleben wir häufig dass jene sehr zielstrebig, ehrgeizig und belastbar sind. Bei ehrenamtlich engagierten Bewerbern leiten wir aus der Erfahrung die Attribute hilfsbereit, sozial, teamfähig, vernetzt usw. ab. 

     #stellenwert

    Es ist, um für meinen Bereich zu sprechen, in den allermeisten Fällen wesentlich wichtiger dass die Soft Skills herausfindbar sind und auf das Unternehmen passen, da sie vielfach ausschlaggebend sind für den Erfolg. Die Hard Skills (Ausbildung etc.) sind sehr schnell abgehandelt und einfach vergleichbar auf Basis von Fachfragen, Zeugnissen usw. Hier bleibt in den allermeisten Fällen wenig negativ überraschendes übrig, wenn ein sachliches und ausführliches Bewerbunsggespräch geführt wird.

    Die Kunst und die Schwierigkeit ist es aber - die Soft Skills auch tatatsächlich herauszufinden und zu hinterfragen - im Wissen, dass der Bewerber sich natürlich auf relativ einfachem Wege bezüglich der Soft Skills positiv darstellen kann.

    Wir begrüßen daher sehr diese Initiative und arbeiten gerne mit.

    AHO 1 erstellt vor 11 Tagen erstellt am 06.02.2019
    Wir bedanken uns dafür, dass Sie Ihre umfassenden Erfahrungen mit uns geteilt haben!
    vor 11 Tagen

    #Softskill im Matching-Tool

    sehr geehrte Damen und Herren,

    seitens Manpower begrüßen wir es sehr, dass zukünftig Softskills in das Bewerber-Matching integriert werden sollen. Aus unserer Sicht eignet sich dazu eine vergleichbare Oberfläche, wie bei den aktuellen Hardskills mit der 5er Skala (von N - +++). Die Skala der Softskills könnte z.B. in 5 Angaben unterteilt sein 1.) k.A. (für "keine Angaben") und dann die Bewertungen 1= "nicht ausgeprägt" / 2= "weniger ausgeprägt" / 3= "gut ausgeprägt" bis zu 4 "sehr ausgeprägt". Vorteil bei dieser Skalierung wäre, dass es keinen Mittelweg gibt und so quasi eine tendenzielle Entscheidung getroffen werden muss. 

    Wir haben die für uns am meisten relevanten Softskills gesammelt - das sind:

    Organisationsfähigkeit

    Kommunikationsstärke

    Genauigkeit, Präzision

    Analytisches Denken

    Zielorientierung

    Teamfähigkeit

    Verbindlichkeit

    Durchsetzungsvermögen

    Strukturierte Arbeitsweise

    Selbstständige Arbeitsweise

    Hilfsbereitschaft

    Einfühlungsvermögen

    Konfliktfähigkeit

    Kritikfähigkeit

    Eingeninitiative

    Selbstbewusstsein

    Unternehmerisches Denken

    Verantwortungsbewusstsein

    Kreativität

    Qualitätsbewusstsein

    Engagement

    Belastbarkeit

    Vernetztes Denken 

    Vielen Dank für die Einbeziehung unserer Meinung und beste Grüße

    Sandra Stirle 

    S. Stirle 3 erstellt vor 14 Tagen erstellt am 04.02.2019
    Alle 3 Kommentare anzeigen
    Vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihren Methodenvorschlag!
    vor 14 Tagen
    Ihr Ansatz der Skalierung bzw. Gewichtung von Soft Skills halten wir für eine sehr gute Idee, für uns stellt sich eine weitere Frage: Wer tätigt diese Gewichtung? Wird die Skalierung vom Kunden selbst vorgenommen?
    vor 12 Tagen
    Einige der genannten Punkte sind sehr schwer greifbar oder für den Bewerber schwer vorstellbar.... unternehmerisches Denken? Qualitätsbewusstsein? vernetztes Denken?
    Fragen Sie einen Schlosser ober er besonders gut vernetzt denken kann ... was soll er da sagen.
    Oder ob er Einfühlungsvermögen hat ...
    Peppler vor 5 Tagen

    Arbeitswille ist eine wichtige Grundlage

    Als Personaldienstleister haben wir viel Erfahrung mit Menschen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben: fehlende  Abschlüsse, mangelhafte Deutschkenntnisse, durchstandene persönlche Krise etc. Das sind Kriterien, die den Zugang zum Arbeitsmarkt zwar erschweren, aber nicht unmöglich machen. Das größte Hindernis ist jedoch der mangelnde Arbeitswille. Wenn dieser nicht erkannt, ehrlich erfragt oder daran gearbeitet wird, ist ein Arbeitsuchender mit dieser Haltung kaum zu integrieren. Da helfen auch keine Weiterbildungsangebote etc. Es wäre schön, wenn dieses Thema bewusster und umfassender diskutiert würde.

    P.S. Ich finde den Ansatz prima, unsere Überlegungen abzufragen. Ich hoffe, Sie können viele Mitstreiter finden und wünsche viel Erfolg! Freundliche Grüße, S. Burandt

    Öffentlichkeitsarbeit Hofmann Personal 5 erstellt vor 20 Tagen erstellt am 28.01.2019
    Alle 5 Kommentare anzeigen
    Vielen Dank für Ihren wertvollen Beitrag und Ihre Bestätigung, dass die fachübergreifenden Kompetenzen heutzutage ein Diskussionsthema ist. Wenn wir es richtig verstehen, setzen Sie auf ein persönliches Bewerbungs- und Beratungsgespräch, wo die Arbeitsmotivation mit der Kundin/dem Kunden intensiv behandelt wird, nicht wahr? Motivation ist grundlegend, Ihrer Meinung nach! Angenommen ist die Kundin/der Kunde motiviert, wie gehen Sie dann mit Erfassung welcher ihrer/seiner Soft Skills um?
    vor 20 Tagen
    Es gibt genug die wollen ! Wer nicht mobil ist nicht und nicht in Schichten arbeiten kann und gesundheitliche Probleme hat wird sowieso gleich ausgesondert ! Darüber müssen wir hier nun wirklich nicht diskutieren !
    OTaesch0 vor 19 Tagen
    Vielen Dank für Ihren Beitrag! Sicherlich gibt es unterschiedliche Blickwinkel zu diesem Thema. Aus diesem Grund werden wir in Kürze eine inhaltsgleiche Kampagne auch für ArbeitnehmerInnen/BewerberInnen starten.
    vor 18 Tagen
    Wenn die Rahmbedingen stimmen zwischen Vereinbarkeit zwischen Beruf und Freizeit dann kommen wir der Sache schon näher !
    OTaesch0 vor 16 Tagen
    Ein ganz zentrales, wichtiges Thema. Viele Menschen bewerben sich, weil das Arbeitsamt es halt verlangt. Sind aber froh, wenn sie nicht genommen werden. Große Zeitverschwendung für alle Beteiligten. Diese Gruppe von Menschen sollten erst dann als Bewerber in Frage kommen, wenn das Thema Arbeitswille geklärt ist.
    Peppler vor 5 Tagen

    Selbsteinschätzung_Bewertungsskalen_MultipleChoiceFrage/Antwort

    Je nach Berufszweig sind #Informationen beispielsweise zur Teamfähigkeit etc. ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Leider können die Soft Skill Begriffe für jeden Nutzer entsprechend eine andere Bedeutung haben. Wenn z.B. der Begriff "Teamfähigkeit" weiter ausgelegt wird, ob sich jemand generell bei jedem kleinen "Wehwehchen" krankschreiben lässt und das Team entsprechend regelmäßig "hängenlässt", so ist das keine Teamfähigkeit.

    Eine Abfrage bzw. Selbsteinschätzung eigener Soft Skills in Form von Bewertungsskalen und zu jeder abgefragtes Eigenschaft eine passende Multiple Choice Frage/Antwort könnte eine der #Methoden sein.

    Soft Skills sind entscheidend und haben hohen #Stellenwert! Denn sie sind typbedingt und basieren auf Lebenserfahrung; können im Vergleich zu Hard Skills eher schlecht erlernt werden.

    Kri 1 erstellt vor 1 Monat erstellt am 16.01.2019
    Vielen Dank für Ihren Beitrag!
    vor 1 Monat

    Berücksichtigung nur einer (mehr oder weniger belegbaren) Auswahl an Soft Skills

    Hallo zusammen!

    Generell ist es nach meinen Erfahrungen (Arbeitsvermittlung) so, dass die gewünschte zwingende Erfüllung fachlicher Anforderungen bei vielen Vakanzen schon eine nachrangige Tendenz ist und bei vielen Stellenbesetzungsverfahren einen geringeren #Stellenwert hat. Die „menschlichen Bewerbereigenschaften“ werden zunehmend berücksichtigt, ist jemand nett und höflich (kundenfreundlich), wie verlässlich erscheint jemand, trifft jemand verbindliche Aussagen usw.

    Natürlich benötigen insbesondere die sogen. Fachkräfte nötige Kenntnisse/Fertigkeiten etc., aber bei Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern sind es vielleicht gerade die anderen Aspekte, die einen Ausschlag geben. Ist die- oder derjenige denn in persona geeignet und bereit? Diese #Informationen sind hoffentlich nicht nur als Selbsteinschätzung verfügbar oder doch? Wie motiviert ist eine nach eigenen Angaben motivierte Person und ist sie/er es auch hinsichtlich eines speziellen Arbeitsplatzes, wie belastbar und flexibel ist jemand denn aus objektiver Sicht? Meinen die- oder derjenige dieses oder ist es belegt? Gab es entsprechende Aussagen aus bisherigen Arbeitszeugnissen oder AC? Ich denke, dass der Punkt "Lernbereitschaft" ggf. einen Ansatz bietet: Ist sie/er lernbereit, dann wäre sie/er als Quereinsteiger/in, Wiedereinsteiger/in etc. auch mit einem kalkulierbaren Aufwand einzuarbeiten...

    Wenn ich jetzt einmal übertreibe und in Zeiten des Fachkräftemangels oder -engpass' das Bild einer fachlich gering qualifizierten Person zeichne - was habe ich denn außer Soft Skills sonst als Anhaltspunkt für einen Eignungsabgleich? Weiter gesponnen: Wenn ich kaum (am Arbeitsmarkt relevante) Hard Skills ausmachen kann, sollten dann automatisch Soft Skills den ersetzenden #Stellenwert einnehmen, oder sollte man über Qualifizierung nachdenken und nur bei einer gewissen Aussichtslosigkeit auf die Soft Skills blicken?

    Natürlich möchte ich keinesfalls die Bedeutung von Soft Skills senken, jedoch benötigen wir meines Erachtens eine gewisse Validität der Angaben (ganz banal erlebte ich einige Male, dass Flexibilität sofort mit wechselnden Arbeitsorten oder Montagetätigkeiten in Verbindung gebracht wurde, von unterschiedlichen Auffassungen zu den Ausprägungen einzelner Aspekte ganz zu schweigen).

    Spontaner Gedanke zum #Stellenwert: Kann ich zu weiten Teilen(!) davon ausgehen, dass jemand mit vorhandenen Hard Skills die entsprechenden Soft Skills besitzt? Wenn ja, kann man die Relevanz von Soft Skills eher dort sehen, wo sich jemand berufsfremd, als Quereinsteiger/in oder als jemand mit dem Credo "Ich würde alles machen!" bewirbt?

    Daher meine ich, dass die Soft Skills durchaus eine gerechtfertigte Bedeutung haben, jedoch nicht uneingeschränkt nutzbar sind. Eine deutliche Einschränkung auf markante Aspekte/Skills und auf relevante Vakanzen á la Quereinstieg wäre unter Umständen sinnvoll, wenn es um das Einbeziehen in den technischen Matchingprozess geht.
    Unabdingbar erscheint mir eine fundierte(!) Feststellung der persönlichen Eigenschaften als Voraussetzung. Die Einsichtnahme in einstige Zeugnisse aus einer Musterbewerbung könnte eine Möglichkeit zur Erfassung bieten, ggf. die Erfahrungen der bewerberorientierten Arbeitsvermittlung nach Kundenkontakten, aber insbesondere wäre es künftig vielleicht denkbar, den Berufspsychologischen Service der BA nach dem Vorbild von MySkills als #Methode hins. Feststellung von Soft Skills zu Rate zu ziehen.

    Viele Grüße!

    KrauseHoT 3 erstellt vor 1 Monat erstellt am 15.01.2019
    Alle 3 Kommentare anzeigen
    Vielen Dank für Ihre Beitrag!

    Ich nehme an, dass Sie selbst Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit oder einer gemeinsamen Einrichtung sind. Bitte beachten Sie, dass sich diese Kampagne ausschließlich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber richtet.

    Ich bedanke mich trotzdem für Ihr Engagement und freue mich, Sie in einer unserer künftigen Mitarbeiterkampagnen begrüßen zu dürfen :-)
    Team der Ideenwerkstatt vor 1 Monat
    Anmerkung: Ihre Annahme ist korrekt :-) Das ist/war im Grunde die inhaltliche Wiedergabe von Gesprächen mit zwei Logistikunternehmen. Grüße aus Sa.-Anhalt und viel Erfolg mit der Kampagne!
    KrauseHoT vor 11 Tagen
    Zum Thema Zeugnisse: ich bitte Bewerber, auf das Einreichen von Zeugnissen zu verzichten. Diese sind mittlerweile völlig wertlos geworden. Entweder selbst geschrieben und vom AG unterzeichnet, oder standardisierte Textbausteine, oder vom Arbeitsgericht diktiert.
    Peppler vor 5 Tagen

    Konkretisieren, trainieren, prüfen

    ich arbeite im Fallmanagement und da ist es wichtig, dass Bewerber diese "Schlagwörter" wie Teamfähigkeit konkret mit Beispielen/Verhaltensweisen benennen, die zeigen, was sie unter teamfähig verstehen und wie sie diese zum Ausdruck bringen.

    Methoden aus der Biographiearbeit können hilfreich sein, d.h. Beispiele wann es gut gelaufen ist und was sie dazu getan haben. Motivierende Gesprächsführung als Instrument, sowohl in Einzelgesprächen und gezielt in Gruppen kann auch sehr unterstützend sein.

    Oder ein vergleich wie sie sich Teamarbeit vorstellen, was sie erwarten und im nächsten Schritt was sie dafür tun können. Der Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit kann sehr aufschlussreich sein.

    Aus meiner Sicht sind konkrete Personalentwicklungsziele zu formulieren und mit Arbeitgebern/Trägern im Einsatz (AGH; §16i, etc.) einzubringen mit dem Kunden in regelmäßigen Abständen zu besprechen und zu prüfen ob und wie es geklappt hat, was noch anzupassen ist damit gelingen möglich ist.

    Als Fallmanagerin hab ich den Blickwinkel verstärkt gewonnen, dass Softskills oft den Ausschlag geben, ob Arbeit überhaupt erst aufgenommen wird bzw. beibehalten werden kann. Selbstreflexion gemeinsam einzuüben ist unabdingbar um Langzeitarbeitslose nachhaltig integrieren zu können.

    Heike 2 erstellt vor 1 Monat erstellt am 15.01.2019
    Alle 2 Kommentare anzeigen
    Vielen Dank für Ihre Beitrag!

    Ich entnehme Ihrem Beitrag, dass Sie selbst Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit oder einer gemeinsamen Einrichtung sind. Bitte beachten Sie, dass sich diese Kampagne ausschließlich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber richtet. Der Hinweis in der Kampagnenbeschreibung wurde hierzu soeben nochmals ergänzt :-) Ich bedanke mich trotzdem für Ihr Engagement und freue mich, Sie in einer unserer künftigen Mitarbeiterkampagnen begrüßen zu dürfen!
    Team der Ideenwerkstatt vor 1 Monat
    Langzeitarbeitslose sind aber nicht Menschen 2.Klasse so lange man das aus den Köpfen der Arbeitgeber bekommt wird sich in diesem Land nichts ändern ! Wenn man Langzeitarbeitslose mehr fördert sie trainiert bzw. den Willen herauskitzelt eine neue Chance zu geben und auch zu haben dann sollte Sie auch genutzt werden !
    OTaesch0 vor 16 Tagen

    Grundkompetenzen reichen

    #Stellenwert: Für die meisten Berufe im technisch-gewerblichen Bereich sind die Grundkompetenzen ausreichend. Grundkompetenzen sind z. B. selbstständiges Arbeiten, Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit usw. Softskills sind nur da notwendig, wo sie fachlich auch benötigt werden.

    #Methoden: Am besten ist immer noch das Bewerbungsgespräch, bei dem man einen ersten Eindruck erhält und auf die Soft-Skills individuell eingehen kann. Ich würde diese nicht vorab online abfragen oder als Kriterium für den Suchlauf nutzen.

    #Informationen: In unseren Branchen sind die Soft-Skills nicht so wichtig. Auch wenn Sie in der Bewerbung stehen, ist das Bewerbungsgespräch unerlässlich. Die Fachkompetenz ist verdergründig zu betrachten.

    Informationen Methoden Stellenwert
    MaRoin GmbH Erfurt 1 erstellt vor 1 Monat erstellt am 14.01.2019
    Vielen Dank für Ihren Beitrag!
    Sofern die von Ihnen genannten Grundkompetenzen für eine Einstellung unerlässlich sind, sollten Ihrer Meinung nach nur diese vorab zwischen Stellenangebot und Bewerberin/Bewerber technisch abgeglichen werden?
    vor 1 Monat
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